| Hintergrundinfos
über:
Christian
Hehl
Lars
Käppler
Das
Aktionsbüro Rhein-Neckar
Die
Redner
Christian
Hehl
Anmelder der Nazidemo in Frankenthal
für die "Nationaldemokratische Partei Deutschlands"
(NPD)
Christian
Hehl (Hehli) ist einer der wichtigsten Aktivisten der rechtsextremen
Szene in der Rhein - Neckar Region. Er ist bereits seit
über 15 Jahren in der Neonazi Szene aktiv und wegen
zahlreicher rechtsextremer Delikte und Gewalttaten vorbestraft.
Er
beginnt seine "Karriere" als Hooligan und Nazi
Skinhead bei der SV Waldhof Hooligan Truppe "The Firm".
Hehl war Mitglied des 1993 aufgelösten ANK (Aktionsgemeinschaft
Nationalrevolutionärer Kameraden) und der 1995 verbotenen
FAP (Freiheitliche deutsche Arbeiter Partei). Nachdem er
1996 einem Antifaschisten in einer Speyrer Kneipe von hinten
einen Schlagstock auf dem Kopf zertrümmert, wird er
zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.
Der zuständige Richter bescheinigt ihm eine "menschenverachtende
Gesinnung und Brutalität".
1997
eröffnet er einen Nazi Devotionalien Laden mit dem
Namen "Hehls World" in Ludwigshafen Süd.
Dort verkauft er rechtsextreme Propaganda, alles Notwendige
für den rechtsextremen Lifestyle und versucht Jugendliche
zu politisieren. Der Laden wurde nach einer Kampagne durch
eine lokale Bürgerinitiative und AntifaschistInnen
geschlossen.
Aufgrund
der Ansammlung zahlreicher Vorstrafen muss Hehl im Juni
1999 ins Gefängnis. Dort wird er als "nationaler
Gefangener" von der HNG (Hilfsgemeinschaft Nationaler
Gefangener) betreut. In einem Interview mit dem Nazi Fanzine
"Weisser Wolf" wünscht er seinen Feinden
"jede Menge 9 mm".
Seit
seiner Entlassung ist Hehl als NPD/JN (Nationaldemokratische
Partei Deutschland/ Jungen Nationaldemokraten) Funktionär
aktiv. Er ist in ganz Deutschland als Ordner auf Demonstrationen
zu finden. Nebenbei veranstaltet er Skinhead Konzerte und
unterhält gute Kontakte zur neonazistischen Skinheadszene
bundesweit. Während der Randale von Rechtsextremen
und Hooligans in Mannheim, beim Halbfinale der Weltmeisterschaft
2002, befindet er sich ebenfalls unter den Neonazis am Wasserturm.
Christian
Hehl ist im September 2002 Direktkandidat der NPD zur Bundestagswahl
für Ludwigshafen. Im Juni zieht er nach Mannheim und
organisiert weiter Nazi-Rockkonzerte.
Seit Anfang 2005 finden diese im zweiwöchentlichen
Rythmus im ehemaligen Bandidos-Vereinsheim im Industriegebiet
Mannheim-Rheinau statt.
Im Sommer 2004 ist er beim Wahlkampf in Sachsen als Bodyguard
für den NPD-Kandidaten Holger Apfel tätig. Politisch
aktiv ist er zur Zeit im Aktionsbüro Rhein-Neckar.
Lars
Käppler
Anmelder der Nazidemo in Worms
für die "Bürgerinitiative für ein besseres
Deutschland"
Jahrgang
1975; gelernter Schreiner
Der
Neonazi Lars Käppler war bis 1999 „JN -Landesvorsitzender
Baden-Württemberg“ (Junge Nationaldemokraten
– Jugendverband der NPD). Aufsehen erregte Lars Käppler
erstmalig 1997 als das Kreiswehrersatzamt Heilbronn ihm
aufgrund seiner rechtsextremen Aktivitäten den Antritt
zum Grundwehrdienst verweigerte.
Ende
Mai 1999 trat er aus der NPD aus und gründete das „Bildungswerk
Deutsche Volksgemeinschaft“, welches sich 2001 in
„Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft“ (BDVG)
umbenennt. Der BDVG vertritt geradezu klassische nationalsozialistische
Positionen, die sich am Programm der NSDAP von 1925 orientieren.
Anlass
des Austritts Käpplers aus der NPD war die Aufnahme
von Safat Babic in die NPD. Käppler und weitere Renegaten
aus der NPD wollten diese Aufnahme verhindern, da es sich
bei besagtem Babic um einen Nicht-Deutschen handele und
nur wer „deutschen Blutes sei“ könne in
der NPD Mitglied werden.
Käppler
war zuerst stellvertretender Vorsitzender und dann seit
2000 Bundesleiter der BDVG. Er ist Inhaber des Verlages
„Volk in Bewegung“ und war bis 2005 Schriftleiter
des gleichnamigen BDVG Heftes. Im Herbst 2004 trat Lars
Käppler offiziell aus der BDVG aus, was er in einem
Schreiben an das Landesamt für Verfassungsschutz Baden
Württemberg öffentlich machte.
Dieser
Austritt ist aber nur als strategischer Schachzug zu werten.
Nach wie vor ist Käppler Inhaber des Verlags „Volk
in Bewegung“, über den vor allem rassistische,
geschichtsrevisionistische und pseudo-esoterische Pamphlete
vertrieben werden.
Immer
noch tritt Käppler als Anmelder von Neonazi Kundgebungen
und Demonstrationen auf und ist auf den Rednerlisten zahlreicher
anderen Naziveranstaltungen zu finden. Ein zeitweißes
Auftrittsverbot auf NPD Veranstaltungen wurde von der Partei
aufgehoben. Somit zeichnet wieder eine Annäherung zwischen
Käppler und der NPD ab.
Käppler
verfügt über enge Kontakte zu Christian Worch
(dem bekanntesten deutschen Neonazi), Herbert Schweigert
(einen österreichischen Alt - Nazi und Holocaust Leugner)
und Bernhard Schaub (Holocaust Leugner und Esoterik Nazi).
Aktuell
steckt Lars Käppler hinter einer rassistischen Kampagne
die unter dem Label „Bürgerinitiative für
ein besseres Deutschland“ gegen den EU Beitritt der
Türkei Stimmung machen will. Für diese „Bürgerinitiative“
hat er auch die Demonstration am ersten Mai in Worms angemeldet.
Gerade
aus der Entstehungsgeschichte der BDVG heraus gewinnt die
Zusammenarbeit zwischen NPD (Christian Hehl ist Anmelder
der ersten Demonstration in Frankenthal) und BDVG (bez.
„Bürgerinitiative...“) eine gewisse Ironie.
Das Aktionsbüro
Rhein-Neckar
Beim
Aktionsbüro Rhein Neckar handelt es sich um einen lokalen
Vernetzungsansatz rechtsextremer „Freier Kameradschaften“
aus der Rhein-Neckar Region. Das Aktionsbüro Rhein-Neckar
(AB) gründete sich am 16.08.2003 nach dem Vorbild zahlreicher
Aktionsbüros die von Mitte bis Ende der 90er gegründet
wurden.
Das
Konzept der Vernetzung über „Aktionsbüros“
geht auf Neonazis wie Christian Worch, Thomas Wulff und
Tobias Thiessen zurück. Unter dem Eindruck der Verbotswelle
von nazistischen Organisationen Anfang und Mitte der 90er,
sollten Organisationsstrukturen geschaffen werden, die nicht
so anfällig für staatliche Verbote sind. So wurde
das Konzept des „freien Nationalismus“ geschaffen,
das heute, neben der NPD, den zweiten Flügel des deutschen
Rechtsextremismus charakterisiert. Mithilfe einer flachen
Hierarchie soll ein mögliches Verbot unterlaufen werden
Untereinander
sind die Aktionsbüros wenn nicht hierarchisch, so zumindest
programmatisch vernetzt. Dabei kann das Aktionsbüro
Norddeutschland unter Wulff und Thiessen die inhaltliche
Schwerpunktsetzung der freie Kameradschaftszenerie für
sich beanspruchen. Hinter den lokalen Aktionsbüros
stecken in der Regel altbekannte Nazikader, so dass zumindest
informell von einer klaren Führungsstruktur auszugehen
ist.
Mitte
August gründeten die Kameradschaft Bergstrasse, Kameradschaft
Ludwigshafen, Kameradschaft Vorderpfalz, Neues Mannheim,
„Hate Crew“ Germany (Kameradschaft Hockenheim)
und BDVG/ Junge Deutsche Rhein-Neckar das Aktionsbüro
Rhein-Neckar. Eine weitere Gruppierung, die Deutschen Sozialisten/
Außerparlamentarische Opposition (Bergstrasse), wurden
zuerst auch als Gruppierung im AB Rhein-Neckar geführt,
erklärten jedoch kurz darauf dass sie nicht Mitglied
im AB seien.
Bis
Januar 2005 veränderte sich die Zusammensetzung des
AB`s mehrmals. So fusionierten KS Vorderpfalz (Ex-KS VG
Hessheim) und KS Ludwigshafen zur Kameradschaft Kurpfalz.
Die „Hate Crew“ änderte ihren Namen in
Kameradschaft Hockenheim, die Gruppe Neues Mannheim verschwand
ganz aus dem AB. Die Kameradschaft Worms trat Ende 2004
dem AB bei, während sich die BDVG/ Junge Deutsche Sektion
mit Sitz in Otterstadt in Freundeskreis Rhein-Neckar umbenannte,
bei gleichlautender Selbstverständniserklärung
und Kontaktadressen.
Das
AB Rhein-Neckar verfügt über eine eigene Homepage
auf welcher die Aktivitäten der einzelnen Gruppen veröffentlicht
werden. Außerdem werden Veranstaltungen und überregionale
Termine beworben. In einer eigenen Sektion werden Berichte
und programmatische Texte veröffentlicht, wobei diese
meistens vom Aktionsbüro Norddeutschland übernommen
werden.
Angemeldet
ist die Homepage unter falschem Namen und Adresse. Weder
existiert ein Winfried Bauer noch eine Ernst Abbe Strasse
in Mannheim. Der Provider der Homepage ist eine Firma welche
Ralf Wohlleben gehört. Bei diesem handelt es sich um
einen NPD Aktivisten und Mitglied des militanten Thüringer
Heimatschutzes (THS).
Die
Aktivitäten des Aktionsbüro bestehen hauptsächlich
in der Durchführung und Mobilisierung von Demonstrationen,
dem Verteilen von Flugblättern sowie der Durchführung
von Vortragsveranstaltungen. So verteilten am 27. November
Aktivisten der KS – Kurpfalz auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt
Flugblätter in denen hemmungslos gegen die hier lebende
Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehetzt wird.
Das
AB mobilisiert zu allen neonazistischen Events, wie dem
Rudolf Hess Marsch in Wunsiedel, Aktionen gegen die Wehrmachtsausstellung,
der NS-Gedenkdemo anlässlich der Bombardierung Dresdens
im Februar 2004 und 2005. Am 6. Dezember 2004 nehmen Nazis
aus dem Umfeld des AB`s an einer Demonstration in Salem
(Schweden) teil. In ihrem Bericht rühmen sie sich dabei,
an Gewaltaktionen gegen AntifaschistInnen beteiligt gewesen
zu sein: „...Ein kleines Scharmützel, einige
Zecken vielen...“ (Übernahme wie im Original).
Auch
eigene Demonstrationen werden vom Aktionsbüro durchgeführt.
So veranstaltete das AB Demonstrationen in Heppenheim und
Lautertal. Im Herbst 2004 nimmt das AB an den Anti-Hartz
Protesten mit ca. 20 Nazis in Frankenthal teil. Die Nazis
marschieren solange auf den Montagsdemos mit, bis die Veranstalter
ob der Naziteilnehmer die Demonstrationen abbrechen. In
Bad Dürkheim wird unter einer Tarninitiative dann eine
eigene Montagsdemonstration durchgeführt an der sich
aber nur wenige Nazis beteiligen. Am 16. 10. 2004 befinden
sich zahlreiche Kader des Aktionsbüros auf der NPD
Kundgebung in Mannheim Schönau.
Das
Aktionsbüro ist die zentrale Mobilisierungsstruktur
für die „Doppeldemo“ am ersten Mai 2005.
Der Anmelder für die Demonstration in Frankenthal ist
Christian Hehl, NPD Mitglied und Aktivist im AB (s.o.).
Lars Käppler ist Ex-Führer der Bewegung Deutsche
Volksgemeinschaft (BDVG) und damit mit der ehemaligen Sektion
des BDVG - Rhein-Neckar verbunden, welche jetzt unter Freundeskreis
Rhein-Neckar firmiert.
Die Redner
Infos über die Redner auf den Naziaufmärschen
Ralf
Tegethoff
Ralph
Tegethoff war Mitglied der verbotenen FAP und ist mitlerweile
in die NPD eingetreten. Für das Konzept "Volksfront"
der NPD, also “Die Einbindung von radikalen, freien
Kräften in die parlamentarische
Arbeit..." (aus einer Pressemitteilung der Kameradschaftsszene)
hat Tegethoff Vorbildfunktion. 2002 ist er Referent bei
einer Gedenkveranstaltung zu Ehren eines SS-Mitglieds im
Raum Heidelberg. Tegethoff gilt als führender Neonazikader
in Nordrhein-Westfahlen und ist aktiv in der "Freien
Kameradschaft Sturm Rhein-Sieg".
Lars
Käppler
siehe
oben
Klaus-Jürgen
Menzel
Klaus-Jürgen
Mentzel, Jahrgang 1940, ist langjähriger Aktivist der
Naziszene und bereits in allen Spektren vertreten gewesen.
Aktuell ist er NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen. Auf
Demonstrationen redet er vor allem den Nationalsozialismus
schön, zitiert Hitler oder macht mit geistigen Verwirrungen
auf sich aufmerksam, Zitat: "Odin ist in uns, wir sind
die Kinder der Eiche" (...) "Unsere Wehrmacht
hat in der Zeit bis 1945 bewiesen, dass wir noch echte Kinder
Odins sind!"
Marcel
Wöll
Marcel
Wöll redete bereits 2004 auf Demonstrationen der "Freien
Nationalisten Südhessen" in Reichenbach und Heppenheim.
Die Neonazigruppe ist dem Umfeld des Aktionsbüro Rhein-Neckar
zuzurechnen. Wöll kommt aus Frankfurt und ist aktiv
bei den "Freien Nationalisten Rhein-Main". Dort
fungiert er als Kader und bringt vor allem jungen Nazis
den Demotourismus näher.
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