Nazidemos
in Frankenthal und Worms wurden mit massiven Polizeieinsatz
durchgesetzt.
1.
Mai 2005
Am
ersten Mai demonstrierten ca. 300 Nazis zuerst in Frankenthal
und dann in Worms. Die Nazidemos wurden zum Teil mit brutaler
Polizeigewalt durchgesetzt. An antifaschistischen Gegenaktivitäten
beteiligten sich insgesamt in beiden Städten bis zu
3000 Menschen.
In Frankenthal
wurde durch weiträumige Absperrungen fast jeder antifaschistischer
Protest verhindert. Dennoch gelang es AntifaschistInnen
die Demonstrationsroute der Nazis zu blockieren, so daß
diese umgeleitet werden musste. An einer Spontandemonstration
beteiligten sich ca. 400 Menschen. Es kam im Verlauf der
Aktivitäten immer wieder zu Rangeleien mit der Polizei.
Nur mit starker Verspätung konnten die Nazis nach Worms
gelangen.
An einem durch
den Frankenthaler Bürgermeister Wieder (CDU) initierten
Bürgerfest nahmen bis zu 1200 Menschen teil. Die Zivilcourage
des bürgerlichen Frankenthals fand vor allen Dingen
seinen Ausdruck im Bier trinken und Wurst essen. OB Wieder
glänzte durch eine Rede in der in plumper Totalitarismusmanier
„Links und Rechts“ gleichgesetzt wurden. Dadurch
wird die Gefahr die durch Nazis ausgeht krass relativiert.
In Worms fand
ebenfalls eine kurze antifaschistische Demonstration statt
an der sich bis zu 1200 AntifaschistInnen, MigrantInnen
und BürgerInnen beteiligten. Danach wurden die Nazis
am Bahnhof erwartet. Der Naziaufmarsch wurde von der Polizei
mit brutaler Gewalt durchgesetzt, was zu einer Eskalation
der Situation führte. In Worms wurden die Nazis mit
massiven und vielfältigen Protesten konfrontiert, dabei
kam es zum Teil zu schweren Ausschreitungen. Auch Teilnehmer
der Nazidemonstrationen beteiligten sich an Gewalttaten,
was von der Polizei größtenteils ignoriert wurde.
Eine Sprecherin
des Ak Antifa dazu: „In Frankenthal konnte die
Nazidemonstration nur durchgeführt werden weil sich
das bürgerliche Spektrum offensiv von echten antifaschistischen
Gegenaktivitäten distanzierte. In Worms wurde der Naziaufmarsch
mit brutaler Gewalt durchgesetzt. Die Quittung dafür
war eine Eskalation der Gewalt. Dennoch ist der 1. Mai aus
antifaschistischer Sicht positiv zu bewerten, da es zu massiven
Protesten kam und die Nazis mehrmals umgeleitet werden mussten
und die Demonstration nur mit Einschränkungen stattfinden
konnten.“
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Bilder vom 1. Mai
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