Kundgebung
des "Aktionsbüro Rhein-Neckar" - Polizeiübergriffe
auf Gegendemonstranten
Pressemitteilung
des Ak Antifa vom 24.12.2005
An
einer Kundgebung des rechtsextremen "Aktionsbüro
Rhein-Neckar" in Ludwigshafen beteiligten sich
heute knapp 25 Neonazis. Die Polizei konzentrierte
ihre Aufmerksamkeit derweil auf die zumeist jugendlichen
Gegendemonstranten und nahm sechs von ihnen fest.
Das
"Aktionsbüro" begründet seine
Kundgebung mit dem Outing von MATTHIAS HERMANN, einem
seiner führenden Kader, und der Festnahme CHRISTIAN
HEHLS vom selben Abend, dem fünften November.
Dem Aufruf folgten etwas mehr als 20 Nazis, darunter
u.a. CHRISTIAN HEHL, MATTHIAS HERMANN und MARIO MATTHES.
Das angekündigte Straßentheater bestand
aus einem überdimensionalen "Mensch ärgere
dich nicht"-Spiel.
Den
Aufrufen zu Gegenprotesten waren insgesamt knapp 100
Personen gefolgt. Die Polizei erteilte zahlreiche
Platzverweise für Teile der Innenstadt und nahm
mindestens sechs Personen fest. In einem Fall genügte
bereits das mitführen eines Schals(!) zur Festnahme.
Gegendemonstranten berichteten durchweg von einem
äußerst agressiven und gewalttätigen
Auftreten der Polizei. Mehrere Jugendliche berichten
von Schlägen, Stößen und Schlagstockeinsätzen.
Eine
Sprecherin des Ak Antifa dazu: "Das 'Aktionsbüro'
sah bei seinem Straßentheater erwartungsgemäß
lächerlich aus. Dennoch ist es für Ludwigshafen
beschämend, dass gerade einmal 100 Personen kamen,
um sich der völkischen Hetze entgegen zu stellen.
Die Polizei bezieht klar Stellung. Sie sorgt mit einem
Großaufgebot für einen reibungslosen und
störungfreien Ablauf der rechtsextremen Kundgebung.
Die Gefahr scheint für die Polizei nicht von
den Neonazis und ihrer menschenverachtenden Propaganda
auszugehen, sondern von Menschen, die gegen Faschismus
auf die Straße gehen. Ein Trauerspiel für
ein demokratisches Gemeinwesen."
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