Antifaschistische
Demonstration am Freitag Abend
06.04.2006
Am
kommenden Samstag wollen Nazis aus der gesamten Bundesrepublik
für den Holocaust-Leugner Ernst Zündel aufmarschieren.
Antifaschistische Gruppen mobilisieren bereits für
den Vorabend zu einer Demonstration. Diese soll die
Auseinandersetzung mit geschichtsrevisionistischen
Tendenzen in der Gesellschaft über die Bekämpfung
plumper Holocaustleugnung hinaus führen.
Unter
dem Motto „Nicht verleugnen. Nicht verdrängen.
Nicht verwerten. Mit Deutschland endgültig brechen“
soll die antifaschistische Demonstration am morgigen
Freitag um 19 Uhr am Hauptbahnhof starten. Erwartet
werden dazu etwa 200 – 300 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer.
Der
Ak Antifa thematisiert in seinem Aufruf den gesamtgesellschaftlichen
Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus.
Dieser ist seit 1945 von individuellen und kollektiven
Reflexen geprägt. Diese zielen auf Abwehr und
Verdrängung der schuldhaften Verstrickung breiter
Kreise in das verbrecherische System des NS. Seine
barbarischen Dimensionen werden verdrängt und
relativiert.
Eine
Sprecherin sagte:
"Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem
Zusammenhang die politische Instrumentalisierung der
Geschichte wie sie durch die Rot-Grüne Bundesregierung
erstmals betrieben wurde. Auschwitz als Synonym deutscher
Geschichte wird seither dazu benutzt „nationales
Selbstbewußtsein“ aufgrund „historischer
Erfahrung und Reife“ zu reklamieren. Letztenendes
dient es dazu expansive Außenpolitik und weltweite
militärische Interventionen zu rechtfertigen."
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