MANNHEIM
BLEIBT ROT!
„Aktionsbüro Rhein-Neckar“
überfordert

Pressemeldung des Ak Antifa Mannheim vom 8. April
2006
Statt
eines bundesweiten Naziaufmarsches mit bis zu 1000
Teilnehmern in Mannheim waren heute im gesamten Südwestdeutschen
Raum keinerlei Naziaktivitäten zu verzeichnen.
Das sogenannte „Aktionsbüro Rhein-Neckar“
war nach dem Verbot seines Aufmarsches überfordert
und nicht in der Lage, eine Ausweichveranstaltung
zu organisieren.
Nazi-Ersatzveranstaltungen
waren unter anderem in Bingen und Frankenthal geplant,
wurden aber verboten oder von den Nazis selbst abgesagt.
Bezeichnend ist hier die geplante Nazi-Demonstration
in Frankenthal, die von NPD und „Aktionsbüro“
Aktivist CHRISTIAN HEHL angemeldet und vom NPD Landesvorsitzenden
PETER MARX höchstpersönlich wieder abgesagt
wurde.
Heute
gab es eine Bündisdemonstration „gegen
Rechts“ mit mehreren hundert TeilnehmerInnen.
Sie mündete in einem Kulturfest auf dem Paradeplatz.
Es waren den ganzen Tag mehrere hundert AntifaschistInnen
in der Stadt aktiv. Unter anderem gab es eine spontane
Demonstration vom Hauptbahnhof zum Paradeplatz. Die
Polizei war in Mannheim, der ganzen Rhein-Neckar Region
und Rheinland-Pfalz mit einem Großaufgebot präsent.
Die im Internet geäußerte Hoffnung der
Nazis, dass „möglichst viele Kameraden
dennoch kreativ genug seien, um Protest [...] zu zeigen“
hat sich nicht erfüllt.
Ein
Sprecher des Ak Antifa kommentierte: “Ein
schwarzer Tag für das „Aktionsbüro
Rhein-Neckar“. Juristisches Verbot und polizeiliche
Verhinderung des Aufmarsches betrachten wir jedoch
ambivalent. Sie sind auch Teil einer Tendenz zum Sicherheits-
und Überwachungsstaat. Allerdings haben wir uns
bereits gestern Abend im Rahmen der antifaschistischen
Demonstration öffentlich gegen die vielfältigen
Formen der Geschichtsverdrehung und für eine
befreite Gesellschaft positioniert. Wir betrachten
daher das Wochenende als Erfolg für die radikale
Linke.“
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