80
AntifaschistInnen bei Lechleiter-Gedenkveranstaltung
Pressemitteilung vom 15.9.2006
Am
15. September 1942 wurden Georg Lechleiter und 13
seiner MitstreiterInnen von den Nazis ermordet. Am
Jahrestag ihrer Ermordung findet alljährlich
eine Gedenkkundgebung am Lechleiterdenkmal in der
Schwetzingerstaße statt. An der Veranstaltung
des VVN-BdA nahmen heute etwa 80 AntifaschistInnen
teil. Redebeiträge hielten unter anderem Vertreter
der Mannheimer Alstom-Werke, des Ak Antifa, des DGB
und Helen Heberer für die SPD.
Die
Lechleiter-Gruppe hatte in Flugblättern gegen
das nationalsozialistische Regime agitiert und zu
seinem Sturz aufgerufen. Auch gab sie die unter strengster
Geheimhaltung illegal hergestellte und verteilte Zeitung
"Der Vorbote" heraus. Diese verteilten die
Mitglieder der Gruppe vor allem in Mannheimer Großbetrieben.
Informationen bezogen hauptsächlich aus dem Abhören
ausländischer Radiosender und durch ExilkommunistInnen.
Die
Widerstandsgruppe wurde nach ihrem politischen Kopf,
dem ehemaligen Landtagsabgeordneten und KPD Fraktionsvorsitzenden
Georg Lechleiter (1885-1942) benannt. Insgesamt wurden
32 Mitglieder der Lechleitergruppe verhaftet. 19 wurden
hingerichtet, drei hatten schon die Folterungen in
Polizeigewahrsam nicht überlebt. Die restlichen
Verhafteten erhielten unterschiedliche Haftstrafen.
Ein
Sprecher des Ak Antifa sagte auf der Kundgebung:
"Bis zu Vernichtung der Wurzeln des Nazismus
und dem Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der
Freiheit ist es noch ein weiter Weg. Die Geschichte
verpflichtet uns diesen Weg zu gehen. Wir sind es
der Lechleitergruppe ebenso schuldig wie allen anderen
Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern
gegen den Nationalsozialismus."
Siehe
auch: Redebeitrag
des Ak Antifa
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