Verehrte Anwesende, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen!
Wir haben uns heute hier versammelt, um Georg Lechleiter und seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gedenken.
Für junge Antifaschistinnen und Antifaschisten wie uns, ist das Beispiel ihres Kampfes gegen den alltäglichen Terror des Nationalsozialismus leuchtendes Vorbild.
So schwer für uns die Gefahren vorstellbar sind, die sie auf sich nahmen, so sehr beeindruckt uns ihr Mut und die Konsequenz, mit der sie ihren Überzeugungen folgten.
Antifaschismus Archive
Häufung rechtsextremer Übergriffe
Am Samstag Abend wurde in Mannheim ein Jugendlicher brutal zusammengeschlagen, weil er rassistisches Gegröhle in der Strassenbahn nicht kommentarlos hinnahm. Etwa 30 Rechtsextremisten störten am vergangenen Mittwoch, 17. August eine Wahlkampfveranstaltung der SPD in Ludwigshafen. Bereits am 22.07 wurde ein 25-Jähriger Opfer eines Überfalls, der beinahe tödlich verlaufenen wäre.
NS-Verherrlichung gestoppt! Antifaschistischer Aktionstag in Wunsiedel
Der Rudolf Hess-Marsch konnte dieses Jahr nicht stattfinden. Das Bundesverfassungsgericht (BVG) bestätigte das Verbot des Naziaufmarsch. Dafür gab es einen antifaschistischen Aktionstag mit Redebeiträgen, Kulturprogramm und einer Demonstration unter dem Motto „Gegen deutsche Opfermythen! NS-Verherrlichung stoppen!“, an der fast 2000 AntifaschistInnen teilnahmen. Zeitgleich kam es in der ganzen BRD und in Dänemark zu mehreren kleinen Demonstrationen einzelner Nazigruppen. In Nürnberg konnte eine NPD Demonstration verhindert werden. Die Kampagne „NS-Verherrlichung stoppen!“ bleibt weiterhin aktiv. Das Verbot des BVG ist nicht entgültig und vielleicht ist es im nächsten Jahr wieder notwendig den Naziaufmarsch durch antifaschistische Intervention selbst zu stoppen.
NS Verherrlichung stoppen! Antifaschistischer Aktionstag am 20. August in Wunsiedel
Seit dem Selbstmord des Hitlerstellvertreters Rudolf Heß im Jahr 1987 marschieren Alt- und Neonazis jährlich an dessen Todestag. Der Marsch bietet ihnen die Möglichkeit direkt den Nationalsozialismus zu verherrlichen. Heß Ausspruch „Ich bereue nichts“ – als Stellungnahme zu den Verbrechen im Nationalsozialismus – machte ihn zum Märtyrer der internationalen Naziszene. Im Jahr 2004 marschierten etwa 5000 Nazis durch die bayrische Kleinstadt Wunsiedel, in der Heß begraben liegt. Darunter fanden sich Nazis aller Spektren, sowie Delegationen aus fast allen europäischen Ländern und sogar weit gereiste, wie z.B. aus den USA und Australien. Somit ist der Rudolf Heß-Marsch zum größten internationalen Event der Naziszene geworden. Hier treffen sie sich, knüpfen Kontakte, tauschen Informationen aus, es gibt ein Unterhaltungsprogramm in Volksfest-Manier und letztlich kann gemeinsam der Nationalsozialismus verherrlicht werden.
Refugees welcome! Antirassistische Demo in Ludwigshafen
Am 23. Juli demonstrierten 100 Menschen gegen Abschiebungen und staatlichen Rassismus in der Ludwigshafener Innenstadt. Anlass war die drohende Abschiebung der kurdischen Familie Yildiz. Am Rande versuchte eine kleine Gruppe Nazis die Demo zu observieren. Antifas machten dem schnell ein Ende.
Nazikader Claudiu Mihutiu in der Nachbarschaft geoutet
Der Mannheimer Student und Neonazikader Claudiu Mihutiu wurde am 11. Juni in seiner Nachbarschaft geoutet. Die Aktion fand parallel zum sogenannten „Fest der Völker“, einem Nazifestival in Jena, statt.
Claudiu Mihtiu ist Generalsekräter der rumänischen Naziorganisation Noua Dreapta in Deutschland. Er redete auf dem „Fest der Völker“, einem internationalen Nazifestival in Jena. Auch zu lokalen Nazis, wie der NPD Mannheim, hält er Kontakt.
Nazidemos in Frankenthal und Worms mit massivem Polizeieinsatz durchgesetzt
Am ersten Mai demonstrierten ca. 300 Nazis zuerst in Frankenthal und dann in Worms. Die Nazidemos wurden zum Teil mit brutaler Polizeigewalt durchgesetzt. An antifaschistischen Gegenaktivitäten beteiligten sich insgesamt in beiden Städten bis zu 3000 Menschen.
Strike out! Naziaufmärsche abräumen!
Nazis aus fast allen Spektren wollen am ersten Mai eine sogenannte „Doppeldemo“ in Frankenthal und Worms durchführen.
Ab 11 Uhr am Hbf in Frankenthal und ab 14 Uhr in Worms wollen sie versuchen ihre menschenverachtende, rassistische und antisemitische Propaganda auf die Straße und in die Köpfe der Menschen zu tragen.
Dies gilt es unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu verhindern !
Nazikonzert am 16. April in Ma-Rheinau
Bei einem „NPD-Frühlingsfest“ in Mannheim sind am 16. April drei Skinhead-Bands aufgetreten.
Eingeladen hatte der Ludwigshafener Skinhead und Kreisvorsitzende der NPD-Vorderpfalz Christian Hehl. Auf der Bühne standen die Musiker von „Hauptkampflinie“, „Word of Anger“ und den „Sauerland-Rebellen“.
Veranstaltungsort war erneut ein Rocker-Club im Stadtteil Rheinau. Als Redner vor den rund 200 kahl geschorenen Gästen sollte der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Klaus-Jürgen Menzel auftreten. Der sagte allerdings kurzfristig ab. Die Behörden gehen davon aus, dass die NPD nur als Tarnung diente. Denn Razzien können bei Parteiveranstaltungen kaum durchgeführt werden. Mehrere andere Konzerte im Mannheimer Rocker-Club waren von der Polizei gestört worden und mussten dadurch vorzeitig beendet werden.
Nie wieder Voksgemeinschaft! Demo am 9. April gegen das Nazihaus in Rosenberg
Wir dokumentieren hier einen Bericht, der bei indymedia erschienen ist
Etwa 1500 Menschen demonstrierten am 9. April in Hohenberg im Nordosten Baden-Württembergs gegen ein Nazizentrum der „Bewegung deutsche Volksgemeinschaft“. Aufgerufen hatten das Antifaschistische Aktionsbündnis Baden-Württemberg und das Bündnis für ein buntes Hall sowie viele weitere Gruppen und Einzelpersonen.

